Während Europa friert, kostet hier im Februar ein ganzer Tag Strand und Fisch nur 15 Euro: Das Geheimnis von Jordaniens einziger Küstenstadt

Während Mitteleuropa im Februar noch unter grauen Wolken und kühlen Temperaturen leidet, erstrahlt Aqaba am Roten Meer in angenehmem Sonnenlicht mit Temperaturen um die 20 Grad. Diese jordanische Hafenstadt ist ein perfekter Zufluchtsort für alle, die mit Freunden dem Winter entfliehen möchten, ohne das Reisebudget zu sprengen. Die einzige Küstenstadt Jordaniens verbindet entspannte Strandatmosphäre mit faszinierenden Wüstenlandschaften und einer lebendigen lokalen Kultur – und das alles zu Preisen, die deutlich unter denen vieler europäischer Mittelmeer-Destinationen liegen.

Warum Aqaba im Februar genau die richtige Wahl ist

Der Februar gehört zu den besten Monaten für einen Besuch in Aqaba. Während die Sommermonate mit Temperaturen über 40 Grad selbst hartgesottene Reisende ins Schwitzen bringen, herrschen jetzt ideale Bedingungen für alle Aktivitäten. Das Wasser des Roten Meeres bleibt mit etwa 21 Grad angenehm warm, perfekt für ausgedehnte Schnorcheltouren. Die Stadt ist deutlich weniger überlaufen als in der Hochsaison, was nicht nur authentischere Begegnungen ermöglicht, sondern auch die Preise für Unterkünfte spürbar senkt.

Die Unterwasserwelt erleben – ohne teure Tauchkurse

Das Rote Meer vor Aqaba gilt als eines der schönsten Schnorchel- und Tauchreviere der Welt. Die gute Nachricht: Man muss kein zertifizierter Taucher sein, um diese Pracht zu genießen. Mit einfacher Schnorchelausrüstung, die man für rund 3 bis 5 Euro pro Tag an mehreren Stellen entlang der Küste mieten kann, taucht man in eine farbenfrohe Welt voller Korallen und tropischer Fische ein.

Besonders lohnenswert ist der öffentliche Strandabschnitt südlich des Stadtzentrums, wo das Riff bereits wenige Meter vom Ufer entfernt beginnt. Hier zahlt man lediglich einen geringen Eintrittspreis von etwa 2 Euro und kann stundenlang zwischen Papageienfischen, Muränen und mit etwas Glück sogar Meeresschildkröten schwimmen. Wer mit einer Gruppe von Freunden unterwegs ist, kann die Ausrüstung gemeinsam nutzen und die Kosten so weiter reduzieren.

Wüstenabenteuer vor der Haustür

Nur eine kurze Fahrt von Aqaba entfernt erstreckt sich das spektakuläre Wadi Rum, eine der eindrucksvollsten Wüstenlandschaften der Erde. Statt teure organisierte Ausflüge zu buchen, lohnt es sich, mit Freunden einen lokalen Minibus zu teilen. Die Fahrt kostet pro Person etwa 5 bis 7 Euro, und vor Ort kann man direkt mit den Beduinen verhandeln, die Jeep-Touren durch die roten Sandsteinformationen anbieten. Eine mehrstündige Tour kostet zwischen 20 und 30 Euro pro Fahrzeug – geteilt durch vier oder fünf Freunde wird daraus ein unschlagbares Erlebnis.

Alternativ lassen sich einige Bereiche des Wadi Rum auch zu Fuß erkunden. Festes Schuhwerk vorausgesetzt, können abenteuerlustige Gruppen auf eigene Faust zwischen den monumentalen Felsformationen wandern und dabei jene magische Stille erleben, für die diese Wüste berühmt ist.

Authentische Küche zu Kleinstpreisen

Aqaba ist ein Paradies für alle, die gutes Essen lieben, ohne viel Geld ausgeben zu wollen. In den Straßen der Innenstadt reihen sich kleine Imbisse und einfache Lokale aneinander, in denen man für 3 bis 5 Euro eine reichhaltige Mahlzeit bekommt. Falafel-Sandwiches, frisch zubereitet und knusprig gebraten, kosten oft nicht mehr als 1,50 Euro und stillen problemlos den Hunger nach einem langen Tag am Strand.

Besonders empfehlenswert sind die kleinen Grillstände, an denen abends frischer Fisch direkt vom Boot zubereitet wird. Eine großzügige Portion gegrillter Fisch mit Reis, Salat und frischem Brot kostet etwa 6 bis 8 Euro – ein Bruchteil dessen, was man für vergleichbare Qualität in Europa zahlen würde. Wer mit Freunden unterwegs ist, sollte mehrere Gerichte bestellen und gemeinsam teilen, so wie es die Einheimischen tun. Das schafft nicht nur Gemeinschaft, sondern ermöglicht auch, mehr von der vielfältigen Küche zu probieren.

Übernachten ohne Luxus, aber mit Charakter

In Aqaba findet man zahlreiche einfache Unterkünfte, die perfekt für Reisegruppen geeignet sind. Mehrbettzimmer in Hostels gibt es bereits ab 8 bis 12 Euro pro Person und Nacht. Viele dieser Unterkünfte verfügen über Gemeinschaftsküchen, in denen man gemeinsam Mahlzeiten zubereiten kann – eine weitere Möglichkeit, die Reisekasse zu schonen.

Für Gruppen lohnt sich oft die Buchung eines gesamten Apartments, das mit drei oder vier Freunden geteilt wird. Solche Wohnungen kosten zwischen 30 und 50 Euro pro Nacht und bieten deutlich mehr Platz und Privatsphäre als Hotelzimmer. Zudem ermöglicht die eigene Küche, lokale Märkte zu besuchen und frische Zutaten zu verarbeiten – ein kulinarisches Abenteuer für sich.

Fortbewegung in und um Aqaba

Das Stadtzentrum von Aqaba lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. Die meisten Sehenswürdigkeiten, Strände und Restaurants liegen in fußläufiger Entfernung zueinander. Für längere Strecken entlang der Küste bieten sich die lokalen Minibusse an, die für weniger als 1 Euro Personen von A nach B bringen. Sie fahren keine festen Routen wie europäische Busse, sondern sammeln Passagiere ein und setzen sie an gewünschten Punkten ab – ein flexibles System, das man schnell durchschaut.

Taxis sind ebenfalls günstig, verlangen aber Verhandlungsgeschick. Vor Fahrtantritt sollte man den Preis aushandeln; eine Fahrt innerhalb der Stadt sollte nicht mehr als 3 bis 5 Euro kosten. Mit mehreren Freunden im Taxi wird diese Option besonders attraktiv.

Die versteckten Ecken der Stadt entdecken

Abseits der touristischen Hauptstraße offenbart Aqaba seine authentische Seite. In den Seitenstraßen der Altstadt pulsiert das echte Leben: Gewürzhändler stapeln duftende Pyramiden aus Kreuzkümmel und Safran, Bäckereien produzieren frisches Fladenbrot im Minutentakt, und in kleinen Teestuben sitzen Einheimische beim Backgammon-Spiel.

Der zentrale Markt ist ein Fest für die Sinne und perfekt, um günstig frisches Obst, Gemüse und lokale Spezialitäten zu kaufen. Ein Kilo herrlich süßer Datteln kostet etwa 2 Euro, frisch gepresster Granatapfelsaft wird für weniger als 1 Euro ausgeschenkt. Hier zeigt sich Aqaba von seiner lebendigsten Seite, und wer offen auf Menschen zugeht, wird schnell in Gespräche verwickelt – oft mit Einladungen auf einen kostenlosen Tee.

Sonnenuntergänge und abendliche Strandkultur

Wenn die Sonne im Februar gegen 17:30 Uhr hinter den Bergen der Sinai-Halbinsel versinkt, verwandelt sich der Himmel über dem Roten Meer in ein spektakuläres Farbspiel. Die öffentlichen Strandabschnitte füllen sich mit Einheimischen und Reisenden, die dieses tägliche Naturschauspiel genießen. Das Schöne daran: Dieser Luxus kostet keinen Cent.

Viele Strandabschnitte verfügen über einfache Cafés, in denen ein großer Becher süßer Schwarztee oder aromatischer Minztee etwa 50 Cent kostet. Mit Freunden auf den noch warmen Steinen sitzen, den Tag Revue passieren lassen und den Sonnenuntergang beobachten – solche Momente definieren oft eine Reise mehr als jede teure Attraktion.

Praktische Hinweise für die Planung

Jordanien verlangt ein Visum, das aber problemlos bei Ankunft am Flughafen erhältlich ist und etwa 40 Euro kostet. Wer mehrere Tage im Land verbringt und auch Petra oder andere Attraktionen besuchen möchte, sollte sich über den Jordan Pass informieren, der Visumgebühren und diverse Eintrittspreise kombiniert.

Die lokale Währung ist der Jordanische Dinar, wobei der Euro vielerorts akzeptiert wird – allerdings zu schlechteren Wechselkursen. Geldautomaten sind in Aqaba weit verbreitet, und das Abheben funktioniert mit den meisten europäischen Karten problemlos. Kleinere Beträge sollte man immer in lokaler Währung bei sich haben, besonders für Straßenessen und öffentliche Verkehrsmittel.

Wasser aus der Leitung sollte man nicht trinken. Große Flaschen Mineralwasser kosten im Supermarkt etwa 50 Cent und reichen für einen ganzen Tag. Wer mit Freunden reist, kann auch hier durch gemeinsame Einkäufe sparen und gleichzeitig Plastikmüll reduzieren, indem größere Gebinde gekauft und geteilt werden.

Die Sicherheitslage in Aqaba ist ausgezeichnet. Die Stadt lebt vom Tourismus und investiert entsprechend in Sicherheit. Als Besucher bewegt man sich hier genauso sicher wie in europäischen Städten. Dennoch sollten grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, wie man sie überall auf Reisen anwendet.

Aqaba im Februar bietet jene seltene Kombination aus angenehmem Klima, vielfältigen Erlebnissen und erschwinglichen Preisen, die Budget-Reisende sonst lange suchen müssen. Mit der richtigen Gruppe von Freunden wird diese jordanische Küstenstadt zum idealen Ziel für ein unvergessliches Abenteuer, das die Reisekasse schont und dennoch mit Erinnerungen für ein ganzes Leben belohnt.

Was reizt dich am meisten an Aqaba im Februar?
Schnorcheln im warmen Roten Meer
Wüstenabenteuer im Wadi Rum
Streetfood für unter 5 Euro
Sonnenuntergänge am leeren Strand
20 Grad statt Wintergrau

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